Brokerage-App nach dem Tod: was Familien wissen sollten
Eine Brokerage-App fühlt sich wie eine einfache Handy-App an. Nach einem Todesfall ist sie aber ein Finanzkonto mit Eigentumsregeln, Begünstigten und Nachlassdokumenten.
Entscheidend ist, wie das Konto registriert ist. Ein Einzelkonto, Gemeinschaftskonto, Altersvorsorgekonto, Trust-Konto oder TOD-Konto kann unterschiedliche Folgen haben.
Erste Schritte
Erstelle eine Übersicht: Broker, Kontoart, Kontoauszüge, Steuerunterlagen, verbundene Bankkonten und bekannte Begünstigte. Prüfe, ob es eine TOD-Registrierung gibt.
Wenn keine direkte Begünstigtenregelung besteht, kann das Konto Teil des Nachlasses werden. Dann verlangt der Broker meist Sterbeurkunde und Nachweis der Befugnis.
Was man vermeiden sollte
Nicht einfach einloggen und handeln. Verkäufe oder Übertragungen ohne klare Befugnis können dem Nachlass schaden.
Der richtige Weg ist, Informationen zu sichern, den Broker zu informieren und dessen Nachlassprozess zu befolgen.
Vorsorge
Halte fest, welche Brokerkonten existieren, wo Kontoauszüge liegen und ob Begünstigte eingetragen sind. Aktualisiere diese Angaben nach Scheidung, Heirat, Geburt oder Todesfällen in der Familie.
