Google Inactive Account Manager einrichten: praktischer Leitfaden fuer Familien
Google Inactive Account Manager einzurichten ist eine konkrete Aufgabe im digitalen Nachlassplan. Ein Google-Konto kann Gmail, Google Photos, Drive-Dateien, Docs, YouTube-Kanaele, Kontakte, Kalender und Wiederherstellungshinweise fuer andere Dienste enthalten. Wenn eine Familie spaeter Erinnerungen sichern, Unterlagen finden oder ein Konto geordnet schliessen muss, ist Google oft einer der ersten Orte.
Das Tool entscheidet nicht automatisch nach Vorlage einer Sterbeurkunde. Es reagiert auf Kontoinaktivitaet nach den Einstellungen, die Sie vorher gewaehlt haben. Deshalb ist die Einrichtung eine Vorsorgemassnahme zu Lebzeiten. Wenn kein Plan besteht, muss die Familie moeglicherweise Googles separaten Prozess fuer Konten verstorbener Nutzer nutzen.
Beginnen Sie mit einem kurzen Inventar. Pruefen Sie Gmail auf Rechnungen, Steuerhinweise, rechtliche Nachrichten und Wiederherstellungs-E-Mails. Pruefen Sie Google Photos fuer Familienbilder und Videos. Pruefen Sie Drive und Docs fuer Nachlassunterlagen, Geschaeftsdateien oder persoenliche Texte. Pruefen Sie YouTube, wenn ein Kanal, Einnahmen oder private Videos existieren. Kennzeichnen Sie jede Kategorie als praktisch, sentimental, privat, geschaeftskritisch oder unwichtig.
Waehlen Sie Kontakte nach Rolle. Ein guter Vertrauenskontakt ist erreichbar, sorgfaeltig mit privaten Informationen, technisch ausreichend sicher und in der Lage, unter Belastung ruhig zu handeln. Eine Person kann Familienfotos erhalten, eine andere Geschaeftsdaten, und eine weitere Person administrative Hinweise. Informieren Sie diese Personen vorab. Sie brauchen kein Passwort, sollten aber wissen, warum sie genannt wurden und wo Ihre vollstaendigen Anweisungen liegen.
Teilen Sie nur die Daten, die jede Person benoetigt. Nicht jede Familie braucht vollen Gmail-Zugriff. E-Mails koennen Informationen ueber Dritte enthalten. Manche Dateien gehoeren eher zu einem Unternehmen als in die Familie. Manche Tagebuecher oder Entwuerfe sollen privat bleiben. Spezifische Freigaben schuetzen Privatsphaere und machen die Aufgabe fuer Hinterbliebene leichter.
Setzen Sie den Inaktivitaetszeitraum bewusst. Ein zu kurzer Zeitraum kann bei Reisen, Krankheit oder bewussten Pausen Fehlalarme ausloesen. Ein zu langer Zeitraum kann wichtige Hilfe verzoegern. Pruefen Sie vor dem Abschluss Wiederherstellungs-E-Mail, Telefonnummer, Kontaktadressen und Telefonnummern der Vertrauenskontakte.
Schreiben Sie eine klare Nachricht. Sie sollte erklaeren, dass Sie Inactive Account Manager eingerichtet haben, welche Daten moeglich sind und dass vor Loeschung, Weitergabe oder Veroeffentlichung die digitale Nachlassanweisung gelesen werden soll. Dokumentieren Sie ausserhalb von Google, welches Konto betroffen ist, wer Kontakt ist, welche Daten geteilt werden, ob Loeschung aktiv ist und wo sichere Exporte oder Zugangsinformationen liegen.
Pruefen Sie den Plan jaehrlich und nach grossen Veraenderungen wie Heirat, Scheidung, Tod eines Kontakts, neuen Geschaeftskonten, neuen YouTube-Projekten oder geaenderten Wiederherstellungsdaten. Eine kleine, gepflegte Einstellung kann der Familie spaeter viel Unsicherheit ersparen.
