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Digitale Nachlassplanung

Squarespace-Konto nach einem Todesfall: Website erhalten

Zugang anfragen, Mitarbeiterrechte prüfen, Inhalte sichern sowie Domains und Rechnungen nach dem Tod eines Squarespace-Inhabers organisieren.

Stefan-Iulian Tesoi · Autor fur digitale Nachlassplanung
Veroffentlicht: 2026-09-13
Aktualisiert: 2026-09-13
6 Min. Lesezeit
Squarespace-Konto nach einem Todesfall: Website erhalten

Ein Squarespace-Konto nach einem Todesfall kann eine öffentliche Website, eine Domain, geschäftliche Nachrichten und laufende Rechnungen umfassen. Die Familie möchte vielleicht ein Portfolio bewahren, während ein Kollege Kundenanfragen beantworten muss. Klären Sie zuerst, was heute Aufmerksamkeit braucht und wer Entscheidungen koordiniert. Warten Sie mit dauerhaften Änderungen, bis die Beteiligten das gewünschte Ergebnis vereinbart haben.

Squarespace verweist Angehörige und Nachlassverantwortliche auf eine Zugangsanfrage, wenn der Website-Inhaber verstorben ist. Diese Checkliste hilft bei der Vorbereitung und Organisation. Sie bestimmt weder, wer das Unternehmen erbt, noch garantiert sie eine Genehmigung. Klären Sie die Handlungsbefugnis mit der zuständigen Nachlass- oder Unternehmensvertretung.

1. Erstellen Sie eine Übersicht der Dienste

Notieren Sie die öffentliche Webadresse, den Namen des Inhabers, bekannte Kontoadressen und die Person, die die Website gestaltet oder gepflegt hat. Nehmen Sie weitere Websites auf. Verwenden Sie nur Unterlagen, die Sie einsehen dürfen, und trennen Sie bestätigte Angaben von Vermutungen. Ein Bildschirmfoto der Startseite hilft, dass alle dasselbe Projekt meinen.

Erfassen Sie Website-Abonnement, Domainregistrierung, geschäftliche E-Mail, Terminbuchung, Marketingwerkzeuge und Zahlungsanbieter einzeln. Notieren Sie Anbieter, Verlängerungsdatum, Kontaktperson und Folgen eines Ausfalls. Eine verbundene Domain kann anderswo verwaltet werden. Prüfen Sie Rechnungen, bevor Sie alles einem Konto zuordnen.

Passwörter, Ausweisdokumente und Wiederherstellungscodes gehören nicht in diese allgemeine Übersicht. Halten Sie fest, wo geschützte Anweisungen liegen und wer sie nutzen darf. Bestimmen Sie eine koordinierende Person samt Vertretung und weisen Sie offene Fragen zu. So vermeiden Sie doppelte Supportanfragen und können bisherige Schritte nachvollziehen.

2. Bereiten Sie die Supportanfrage vor

Das Formular für verstorbene Kunden verlangt Nachweise zum Todesfall und zusätzliche Vertretungsunterlagen. Lesen Sie vor dem Versand sensibler Dateien die aktuellen Hinweise.

Erklären Sie kurz die Webadresse, Ihre Beziehung zum Inhaber und das gewünschte Ergebnis. Geht es um Inhaltssicherung, Weiterbetrieb oder Schließung? Nennen Sie bevorstehende Verlängerungen oder offene Kundenprobleme als konkrete Termine, ohne daraus eine bevorzugte Bearbeitung abzuleiten.

Fragen Sie, welche Dokumente in Ihrem Fall nötig sind und wie sie sicher eingereicht werden. Bewahren Sie Vorgangsnummer, Datum und Anfragekopie in einem zugriffsbeschränkten Ordner auf. Wenn eine Agentur hilft, legen Sie fest, wer mit dem Support kommuniziert. Verteilen Sie Ausweisdokumente nicht über große Familien- oder Mitarbeiterrundmails.

Führen Sie während der Prüfung ein kurzes Protokoll über Antworten, fehlende Angaben und den nächsten Nachfasstermin. Versprechen Sie keinen Übergabetermin, bevor der Support die Möglichkeiten bestätigt hat. Ist die Website bereits unerreichbar, fragen Sie nach Sicherung und Wiederherstellung, bevor Sie ein neues Abonnement genehmigen oder vorhandene Inhalte voraussetzen.

3. Prüfen Sie bestehende Mitarbeiterzugänge

Administratoren können das Website-Eigentum nicht über gewöhnliche Mitarbeiterberechtigungen übertragen, wie die Rollenübersicht erläutert.

Bitten Sie den bisherigen Designer oder Kollegen zu beschreiben, was mit seinem eigenen Konto möglich ist. Vielleicht kann er während der Prüfung vereinbarte Aufgaben übernehmen. Dokumentieren Sie deren Umfang: einen Hinweis aktualisieren, eine Anfrage beantworten oder eine Bestandsliste erstellen. Seiten bearbeiten zu können entscheidet nicht über das Eigentum am Unternehmen.

Verwenden Sie persönliche Konten und passende Berechtigungen. Bitten Sie niemanden, sich als verstorbener Inhaber auszugeben oder dessen Anmeldung als Abkürzung zurückzusetzen. Prüfen Sie nach einer genehmigten Regelung frühere Zugänge mit der zuständigen Vertretung. Halten Sie fest, wer welche Änderungen vorgenommen hat.

4. Sichern Sie Inhalte gezielt

Der XML-Export von Squarespace erfasst ausgewählte Inhalte; er ist keine vollständige Website-Sicherung.

Erstellen Sie vor Kündigungen eine Liste wichtiger Seiten, Blogbeiträge, Originalbilder, Downloads, Markendateien und individueller Arbeiten des Designers. Eine befugte Person sollte prüfen, was exportiert werden kann und was separat kopiert werden muss. Dokumentieren Sie fehlende Elemente. Ein erfolgreicher Download beweist keine vollständige Sicherung.

Öffnen Sie gespeicherte Dateien und prüfen Sie stichprobenartig Texte, Bilder und Dokumente. Bei einem Umzug müssen Bilder am Ziel gespeichert und unabhängig von der ursprünglichen Website verfügbar sein. Bildschirmfotos halten das Erscheinungsbild fest; bearbeitbare Originaldateien helfen beim Wiederaufbau. Legen Sie eine weitere geschützte Kopie an einem anderen Ort ab.

Trennen Sie Kundendaten von Material für ein Familienarchiv oder eine Gedenkseite. Vereinbaren Sie Zugriffsrechte, Aufbewahrungszweck und einen Überprüfungstermin. Veröffentlichen Sie keine privaten Nachrichten oder Kundenunterlagen, nur weil sie neben öffentlichen Inhalten lagen.

5. Prüfen Sie Verlängerungen und offene Verpflichtungen

Listen Sie die nächsten bekannten Abbuchungen auf und klären Sie, welche Ausgaben während des Übergangs weiterlaufen sollen. Bewahren Sie Genehmigungen und Belege auf. Prüfen Sie vor jeder Kündigung, ob der Dienst Website, Domain, E-Mail oder andere Abläufe unterstützt. Lassen Sie unklare Abrechnungszusammenhänge vom Anbieter erklären.

Erfassen Sie bei einer geschäftlichen Website offene Bestellungen, Termine, Erstattungsanfragen und unbeantwortete Nachrichten. Weisen Sie jeder Kategorie eine Person zu. Kann niemand neue Leistungen erbringen, sollte eine befugte Person eine geeignete Pause und einen klaren Kundenhinweis einrichten. Prüfen Sie das Ergebnis als Besucher, auch externe Buchungs- und Zahlungslinks.

Führen Sie Zahlungsfragen separat. Fragen Sie den jeweiligen Anbieter nach Vertreterwechseln, offenen Guthaben und Erstattungen nach dem Todesfall. Eine Website-Änderung bestätigt keine Änderung eines Finanzkontos. Stimmen Sie diese Entscheidungen mit der für Unternehmens- oder Nachlassgelder verantwortlichen Person ab.

6. Entscheiden und prüfen Sie die dauerhafte Lösung

Vereinbaren Sie Weiterbetrieb, statisches Archiv, Umzug oder Schließung. Notieren Sie, wer zustimmen darf, wer die Lösung pflegt und wie künftige Kosten getragen werden. Für ein Archiv braucht es eine Kontaktperson für Berichtigungs- oder Löschanfragen. Auch eine Gedenkseite benötigt einen erreichbaren Ansprechpartner.

Prüfen Sie nach einer genehmigten Übergabe den Zugang mit dem eigenen Konto des Empfängers. Kontrollieren Sie Rechnungs- und Domainkontakte, Supportadresse und verbundene Dienste einzeln. Testen Sie wichtige Seiten und Kontaktwege. Speichern Sie Bestätigungen und dokumentieren Sie verbleibende Abhängigkeiten von der bisherigen Regelung.

Inhaber können diese Checkliste vorab mit einer vertrauten Person durchspielen. Kann sie eine Verlängerung finden, den Administrator benennen und das Inhaltsarchiv ohne das Inhaberkonto öffnen? Beheben Sie Lücken, solange Änderungen noch genehmigt werden können, und prüfen Sie den Plan bei Anbieter- oder Personalwechseln erneut.

Ihr nächster Schritt

Identifizieren Sie Website, nächste Verlängerung und koordinierende Person. Sammeln Sie dann Supportinformationen und Sicherungsliste, bevor Sie dauerhaft entscheiden. Legen Sie die Anweisungen zu Ihrer Checkliste für den digitalen Nachlass, damit weitere Helfer den Plan und ihre Zuständigkeitsgrenzen finden.

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