Digitale Nachlassplanung mit Zwei-Faktor-Authentifizierung
Zwei-Faktor-Authentifizierung macht Konten sicherer, weil ein Passwort allein nicht reicht. Fuer den digitalen Nachlass entsteht dadurch eine praktische Frage: Was passiert, wenn die Person mit dem zweiten Faktor stirbt oder nicht mehr helfen kann?
Die Loesung ist nicht, MFA abzuschalten. Die Loesung ist ein Recovery-Plan.
Beginnen Sie mit Prioritaetskonten: Haupt-E-Mail, Telefon, Passwortmanager, Apple, Google, Microsoft, Cloud, Fotos, Bank, Steuern, Zahlungen, Domains und Geschaeftstools. Notieren Sie pro Konto den zweiten Faktor: App, SMS, vertrauenswuerdiges Geraet, E-Mail-Code, Sicherheitsschluessel, Passkey, Backup-Code oder Recovery-Kontakt.
Codes brauchen Labels. Google Backup-Codes koennen helfen, wenn normale Verifikation nicht verfuegbar ist. Microsoft beschreibt den Recovery-Code als 25-stelligen Code und sagt, dass ein neuer Code den alten ungueltig macht.
Geraete sind oft der eigentliche Schluessel. Apple kann Codes an vertrauenswuerdige Geraete oder Nummern senden. Deshalb sollten Telefon, Laptop und Tablet nicht geloescht werden, bevor klar ist, welche Konten, Fotos, Passkeys oder Authenticator-Apps davon abhaengen.
Auch Telefonnummern sind wichtig. Wenn SMS-Codes genutzt werden, sollte der Plan Anbieter, Nummer und moegliche Weiterfuehrung der Leitung nennen.
Rechtliche Befugnis ersetzt keinen technischen Zugang. Der Plan sollte sagen, wer handeln darf, welche Konten betroffen sind, welche Privatsphaere respektiert werden muss und welche offiziellen Anbieterwege zu nutzen sind.
Gute digitale Nachlassplanung haelt MFA aktiv und macht Recovery auffindbar. So bleiben Konten heute geschuetzt und die richtige Person hat morgen einen klaren Weg.
