Zuruck zu allen Artikeln
Digitale Nachlassplanung

Inventar digitaler Vermoegenswerte fuer die Nachlassplanung

Erstelle ein Inventar digitaler Vermoegenswerte fuer die Nachlassplanung mit Kategorien, Prioritaeten, Zugriffshinweisen und klaren Anweisungen.

Stefan-Iulian Tesoi · Autor fur digitale Nachlassplanung
Veroffentlicht: 2026-05-01
Aktualisiert: 2026-05-01
6 Min. Lesezeit
Inventar digitaler Vermoegenswerte fuer die Nachlassplanung

Inventar digitaler Vermoegenswerte fuer die Nachlassplanung

Ein Inventar digitaler Vermoegenswerte fuer die Nachlassplanung ist eine praktische Karte deiner digitalen Welt. Es hilft einer vertrauten Person, Konten, Dateien, Geraete und Online-Eigentum zu finden, wenn du stirbst oder nicht mehr selbst handeln kannst.

Heute bestehen Nachlaesse nicht nur aus Papierordnern. Dazu gehoeren E-Mail-Konten, Smartphones, Cloud-Speicher, Passwortmanager, Zahlungsapps, Fotos, soziale Profile, Domains, Abonnements und manchmal ein ganzes Online-Geschaeft. Manche Elemente haben Geldwert, andere Erinnerungswert, und einige sind wichtig, weil sie andere Konten entsperren.

Beginne deshalb mit den Schluesseln: Haupt-E-Mail, Telefonnummer, Passwortmanager, Authenticator-App, Backup-Codes und wichtige Geraete. Notiere den Dienst, die Kontokennung, den Zweck, die Prioritaet und wo sichere Wiederherstellungsanweisungen liegen. Schreibe nicht jedes Passwort offen in das Dokument.

Danach folgen Finanz- und Rechtskonten: Banken, Depots, Kreditkarten, Darlehen, Zahlungsapps, Versicherungen, Steuerportale, Buchhaltung und Kryptowerte. Erklaere kurz, warum jedes Konto wichtig ist und ob ein Anwalt, Steuerberater oder anderer Kontakt eingebunden werden sollte.

Auch Erinnerungen gehoeren in das Inventar. Cloud-Ordner, Fotobibliotheken, Videos, Sprachnotizen, gescannte Familienunterlagen und persoenliche Texte brauchen klare Hinweise. Soll etwas heruntergeladen, geteilt, privat gehalten oder geloescht werden?

Abonnements und Alltagsdienste sind weniger dramatisch, aber nuetzlich. Streaming, Software, Speicherplaene, Shoppingkonten und Mitgliedschaften koennen weiter Kosten verursachen. Notiere Zahlungsart, Erneuerungsrhythmus und ob der Dienst gekuendigt oder zuerst geprueft werden soll.

Wenn du ein Unternehmen, eine Website, einen Shop oder einen monetarisierten Kanal hast, fuehre eine eigene Geschaeftssektion. Domains, Hosting, Zahlungsanbieter, Newsletter, Werbenetzwerke, Repositories und Markenunterlagen koennen Einnahmen und Kundenbeziehungen betreffen. Markiere kritische Konten als hohe Prioritaet.

Nutze feste Felder: Kategorie, Anbieter, Kennung, Zweck, Prioritaet, Wert, gewuenschtes Ergebnis, Zugriffsort, Kontakte, Abrechnung und letztes Pruefdatum. Das gewuenschte Ergebnis macht aus der Liste eine Anleitung: bewahren, uebertragen, herunterladen, memorialisieren, pruefen, kuendigen oder schliessen.

Bewahre das Inventar geschuetzt auf, zum Beispiel in einem verschluesselten Tresor, in einem sicheren Nachlassordner, in einer Passwortmanager-Notiz oder bei einem Anwalt. Wichtig ist, dass die richtige Person weiss, wie sie es finden kann.

Pruefe das Dokument mindestens einmal im Jahr und nach groesseren Aenderungen. Ein unvollstaendiges Inventar der wichtigsten Konten ist viel besser als ein perfektes Dokument, das nie entsteht.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Das Inventar sollte Konten sichtbar machen, ohne alle Passwoerter offenzulegen.
  • E-Mail, Telefon, Passwortmanager, Finanzkonten, Cloud-Speicher, Domains und Geschaeftstools brauchen Prioritaeten.
  • Jeder digitale Vermoegenswert sollte ein gewuenschtes Ergebnis haben: bewahren, uebertragen, herunterladen, memorialisieren, pruefen oder schliessen.

Schritt fur Schritt

  1. Liste digitale Vermoegenswerte nach Kategorien.
  2. Ergaenze Kennung, Zweck, Prioritaet und Speicherort sicherer Zugriffsinformationen.
  3. Lege fest, was mit jedem Element geschehen soll.
  4. Bewahre das Inventar sicher auf und pruefe es regelmaessig.

Haufig gestellte Fragen

Ist das Inventar eine Passwortliste?
Nein. Es zeigt, was existiert und wo sichere Zugriffsanweisungen liegen, ohne ungeschuetzte Passwoerter zu sammeln.
Wer sollte davon wissen?
Nur die Person, die im Ernstfall handeln soll, etwa Testamentsvollstrecker, Bevollmaechtigter, Treuhaender oder vertrautes Familienmitglied.
Wie oft sollte ich es aktualisieren?
Mindestens einmal im Jahr und nach wichtigen Aenderungen bei Konten, Geraeten, Familie oder Geschaeft.

Verwandter Themencluster

Verwandte Artikel

Smart-Home-Zugang nach dem Tod
So planen Familien den Zugang zu smarten Schlössern, Kameras, Hubs, WLAN und Abonnements nach einem Todesfall.
Ring-Konto nach dem Tod
Was Familien zu einem Ring-Konto nach dem Tod wissen sollten: Kameras, Aufnahmen, geteilte Nutzer, Abos und Eigentumswechsel.
Zelle nach dem Tod: Was Familien zuerst prüfen sollten
Erfahren Sie, was bei Zelle nach einem Todesfall wichtig ist: verknüpftes Bankkonto, ausstehende Zahlungen, Telefonnummer, E-Mail und Betrugsrisiko.

Auf dem Laufenden bleiben

Abonnieren Sie praktische Strategien und Updates zur digitalen Nachlassplanung.