Ein Google-Ads-Konto nach dem Tod des Inhabers wirft dringende Fragen auf: Wer stoppt Werbung, genehmigt weitere Ausgaben und beantwortet Anfragen? Eine Kampagne bewirbt möglicherweise weiterhin Termine oder Produkte, die das Team nicht mehr anbieten kann. Prüfen Sie zuerst Zugang, Ausgaben und Kundenerlebnis, bevor Sie über die Zukunft des Kontos entscheiden.
Diese Checkliste hilft bei der Vorsorge und während einer Übergangsphase. Die verlinkten Google-Seiten beschreiben die gewöhnliche Kontoverwaltung, kein automatisches Erbverfahren. Zuständigkeitsfragen sollte die verantwortliche Unternehmens- oder Nachlassvertretung klären. Trennen Sie das persönliche Google-Konto von Werbeentscheidungen des Unternehmens.
1. Legen Sie eine Kontoübersicht an
Notieren Sie Google-Ads-Kundennummer, Unternehmensname, Website, bekannte Administratoradressen, Agenturkontakt und gegebenenfalls Zahlungsprofil-ID. Suchen Sie die letzte Rechnung und halten Sie fest, wer Abrechnungsmitteilungen erhält. Verwenden Sie Geschäftsunterlagen, die Sie einsehen dürfen. Angehörige sollten keine private Korrespondenz durchsuchen müssen, um den Werbedienstleister zu finden.
Ergänzen Sie aktive Kampagnen, deren Zweck und Budgets sowie die Zuständigkeit für Interessenten. Kennzeichnen Sie unbekannte Angaben. Eine Tabelle mit Thema, verantwortlicher Person, nächstem Schritt und Prüftermin ist leichter zu pflegen als eine ungeordnete Sammlung von Bildschirmfotos. Koordination und befugte Mitarbeitende müssen sie finden können.
2. Prüfen Sie nutzbare Zugänge
Lassen Sie alle bisherigen Mitarbeitenden ihre eigene Anmeldung und Zugriffsstufe prüfen. Googles Übersicht der Zugriffsrechte unterscheidet Kampagnenbearbeitung und Nutzerverwaltung: Standard- und Administratorzugriff erlauben Kampagnenänderungen; Administratoren verwalten Kontozugänge. Ob eine verknüpfte Agentur Nutzer verwalten kann, hängt auch von der Inhaberschaft ihres Verwaltungskontos ab. Einsehbare Berichte belegen keine vollständige Kontrolle.
Notieren Sie, wer Kampagnen, Nutzer und Abrechnung bearbeiten kann, und verteilen Sie Aufgaben entsprechend. Fehlt Zugriff, schildern Sie Google Ads Support die Umstände und fragen Sie nach erforderlichen Nachweisen. Versprechen Sie weder eine Wiederherstellungsfrist noch eine erfolgreiche Übertragung. Bewahren Sie Vorgangsnummer und datierte Anfragen auf; sensible Unterlagen gehören in geschützte Ablagen.
3. Prüfen Sie Werbung vor dem nächsten Arbeitstag
Kann jemand jedes beworbene Angebot erfüllen? Prüfen Sie Zielseiten, Bestellablauf, Terminkalender, Telefonnummern und Empfänger von Kundenanfragen. Werbung hilft nur, wenn Kunden ein handlungsfähiges Team erreichen. Legen Sie fest, welche Kampagnen weiterlaufen und welche pausieren sollen, und dokumentieren Sie die genehmigende Person.
Laut Google stoppt eine Pause die Anzeigen und ermöglicht eine spätere Fortsetzung; das Entfernen einer Kampagne ist endgültig. Bei unklarer Zukunft kommt zunächst eine Pause infrage. Eine befugte Person dokumentiert den bisherigen Status, setzt die genehmigte Änderung um und prüft das Ergebnis. Kontrollieren Sie geplante Regeln, Skripte und Agenturabläufe auf widersprüchliche Aktionen.
Vereinbaren Sie einen erneuten Prüftermin. Ein Geschäft könnte weiter für versandfähige Waren werben, während ausschließlich vom Inhaber angebotene Beratungen pausieren. Halten Sie diesen Unterschied verständlich fest, damit niemand allein wegen einer erreichbaren Website alles wieder einschaltet. Prüfen Sie auch Zusagen in Kundennachrichten.
4. Prüfen Sie die Abrechnung gesondert
Erstellen Sie eine Finanzübersicht mit letzter Rechnung, Abrechnungskontakt, Zahlungsvereinbarung, offenen Fragen und Ausgabenbefugnis. Die verantwortliche Vertretung sollte ein vorläufiges Werbebudget und einen Prüftermin festlegen. Erfassen Sie Agenturhonorare und andere Marketingabonnements separat: Eine Kampagnenentscheidung klärt nicht alle Lieferantenbeziehungen.
Kontorechte und Nutzerverwaltung des Zahlungsprofils sind getrennt zu prüfen. Laut Googles Berechtigungsdokumentation können Google-Ads-Nutzer Zahlungsprofilnutzer nicht direkt hinzufügen, entfernen oder deren Berechtigungen ändern; dafür wird ein Supportverfahren beschrieben. Fragen Sie nach dem Vorgehen, wenn der hinterlegte Kontakt nicht verfügbar ist. Kontrollieren Sie die tatsächliche Abrechnungslösung, statt sie durch einen neuen Kampagnenadministrator als erledigt anzusehen.
Legen Sie Rechnungen und Genehmigungen zu den Geschäftsunterlagen. Klären Sie mit der zuständigen Finanzvertretung den Umgang mit einem Zahlungsmittel der verstorbenen Person. Ersetzen Sie es nicht vorschnell durch die Karte eines Angehörigen. Diese Checkliste ordnet Entscheidungen; sie bestimmt nicht, wer eine konkrete Rechnung schuldet.
5. Sichern Sie den betrieblichen Zusammenhang
Eine befugte Person sollte benötigte Berichte und Rechnungen sowie eine datierte Übersicht der Kampagneneinstellungen und jüngsten Änderungen speichern. Erklären Sie Kampagnenziele, weiterhin gültige Angebote und Erfolgsmessung. Öffnen Sie einige Dateien, um Lesbarkeit und Nutzen zu prüfen.
Erfassen Sie Abhängigkeiten wie Website, Domain, Google Analytics, Merchant Center, Tag Manager und das System für Kundenanfragen. Benennen Sie jeweils einen Kontakt. Diese Liste dient der Nachverfolgung: Ein funktionierender Google-Ads-Zugang schließt die Übergabe anderer Dienste nicht ab. Passwörter, Wiederherstellungscodes und Kundenlisten gehören nicht in das allgemeine Koordinationsdokument.
6. Organisieren und testen Sie die Übergabe
Ist ein befugter Administrator verfügbar, sehen Googles reguläre Übergabeanweisungen eine Einladung an das eigene Google-Konto der Nachfolge mit Administratorzugriff vor. Die Einladung wird angenommen, bevor alter Zugriff entfernt wird. Das Verfahren belegt keinen rechtlichen Anspruch nach einem Todesfall. Fehlen geeignete Zugänge vollständig, besprechen Sie den Fall mit dem Support.
Testen Sie die Anmeldung und die Aufgaben der neuen Rolle. Prüfen Sie Agenturbeziehungen, verknüpfte Verwaltungskonten, Benachrichtigungsadressen und Abrechnungskontakte. Dokumentieren Sie Freigaben und Vertretung. Überprüfen Sie überholte Zugänge, sobald die Nachfolgelösung funktioniert, und halten Sie genehmigte Änderungen und offene Punkte fest.
7. Entscheiden Sie bewusst über die Kündigung
Soll die Werbung enden, sichern Sie erforderliche Unterlagen und prüfen Sie Googles Kündigungsbedingungen. Anzeigen werden laut Google innerhalb von 24 Stunden gestoppt; bereits entstandene Kosten bleiben zahlbar. Ist der Administrator nicht mehr verfügbar, verweist Google für eine Kündigung an den Support mit Kundennummer, Anmeldeadresse und Abrechnungsinformationen.
Lassen Sie die Kündigung genehmigen und benennen Sie jemanden für Schlussabrechnung und mögliche Erstattung. Prüfen Sie aktuelle Bedingungen und Auswirkungen auf Zielgruppenlisten. Bewahren Sie Bestätigung und Folgetermine auf. Die Kündigung des Werbekontos bedeutet nicht, das gesamte persönliche Google-Konto oder alle verbundenen Dienste zu löschen.
Ihr nächster Schritt
Benennen Sie heute Koordination, Kampagnenverantwortung und die nächste Abrechnungsfrage. Für die Vorsorge können Sie den Ablauf mit einer Vertrauensperson, getrennten Anmeldungen und dokumentierten Zuständigkeiten durchspielen. Ergänzen Sie Ihre Checkliste zum digitalen Familiennachlass und aktualisieren Sie sie bei Personal-, Agentur-, Zahlungs- oder Geschäftsänderungen.
