WordPress-Website nach dem Tod: Adminzugriff und Erhalt
Eine WordPress-Website nach dem Tod kann Familienarchiv, öffentliches Gedenken, Geschäftsvermögen oder jahrelange Schreibarbeit sein. Sie kann aber auch zerbrechlich sein, wenn nur eine Person Adminlogin, Hosting, Domain, DNS, Backups und Zahlung kennt.
Zuerst muss klar sein, ob die Website auf WordPress.com läuft oder selbst gehostet ist. WordPress.com hat eigene Konten, Abrechnung und Supportprozesse. Bei verstorbenen Inhabern werden bekannte Kontodaten, URL, Erklärung und gewünschte Aktion abgefragt; bei Übertragung können Sterbeurkunde und Rechtsbefugnis nötig sein.
Bei selbst gehostetem WordPress liegt die Kontrolle dagegen bei Hostinganbieter, Datenbank, Dateien, Adminnutzern, Domainregistrar, DNS und Zahlungsmethode. Es gibt kein einzelnes Supportteam, das alles überträgt.
Rollen sind wichtig. Administrator hat volle Verwaltungsrechte für eine einzelne Website; Editor verwaltet Inhalte ohne vollständige Site-Kontrolle. Deshalb sollte Administratorzugriff nicht leichtfertig vergeben werden, aber eine wichtige Website sollte auch nicht von einem persönlichen Login abhängen.
Vor Änderungen sollte die Familie die Website kartieren: URL, WordPress-Typ, Eigentümerkonto, Admins, Host, Registrar, DNS, E-Mail, Zahlung, Backups und technische Helfer. Danach sichern. Der WordPress-Export kann viele Inhalte als XML speichern, aber eine vollständige Wiederherstellung braucht oft Medien, Uploads, Theme, Plugins, Konfiguration und Datenbank.
Das gewünschte Ergebnis sollte vor der Technik feststehen: öffentlich erhalten, Gedenkhinweis ergänzen, übertragen, privat stellen, archivieren oder schließen. Wer Hosting kündigt oder Domains ändert, bevor diese Abhängigkeiten klar sind, kann E-Mail, Formulare, Zahlungen oder Erinnerungen verlieren.
